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EMS Training bei Herzmuskelschwäche

Der Patient mit Herzinsuffizienz

Patienten mit geschwächter Herzleistung sind die idealen Kandidaten für ein Training mit dem EasyMotionSkin. Vergleiche hierzu die umfangreichen Studien aus dem Herzzentrum NRW; Fritzsche, van Buuren). Diese Trainierenden profitieren überproportional von einem EMS-Training, da sie sonst – auf herkömmliche Weise trainierend – bedingt durch ihre Herzschwäche nie in Belastungsbereiche vordringen könnten, welche ein Training im Sinne des Stoffwechsels überhaupt erst effektiv macht. Tipp: Beachte hierzu die Kontraindikationen!

Der Patient mit Infarkt

Infarkt-Patienten profitieren von einem regelmäßigen EMS-Training. Studien aus dem Herzzentrum NRW belegen diese Wirkung. Patienten mit einer verminderten Herzleistung sind meist nicht in der Lage, körperliches Training in einer Intensität durchzuführen, welche die Muskulatur in einen Aktivitätsbereich führt, der tatsächlich trainingsrelevant ist. Dis kann durch die verminderte Pumpleistung des Herzens oder einen fehlenden Frequenzanstieg (ß-Blockade) verursacht sein. Durch gezieltes EMS Training kann dies umgangen werden: die Muskulatur wird trainingswirksam durch externe Reize aktiviert. Tipp: Beachte hierzu die Kontraindikationen!

Der Patient mit Schrittmacher/Defibrillator

Noch bis heute werden von einigen EMS-Trainern Schrittmacherträger oder Patienten mit einem implantierten „Defi“ als ungeeignet für eine EMS-Therapie eingestuft. Dies ist im Grunde falsch. Die Indikationsstellung zur Implantation eines Aggregates (ob Schrittmacher, AICD oder BVSM) hat sich so enorm erweitert, dass viele der Patienten mit Herzmuskelschwäche, welche nach heutigen Erkenntnissen enorm und überproportional von dieser Trainingsform profitieren, von vornherein ausgeschlossen sein würden. Die gegenwärtige Expertenmeinung ist die, dass ein EMS-Training für Aggregatträger ungefährlich ist. Dies liegt daran, dass die Form und die Dauer der vom EasyMotionSkin abgegebenen Impulse vom Defi nicht als Kammerflimmern erkannt werden und somit keinen Schock auslösen können. Auch interferieren sie nicht mit der Funktion eines Schrittmachers oder dem BVSM-Aggregat. Gestützt wird diese Meinung dadurch, dass inzwischen zahlreiche Patienten mit einem der Aggregate unter klinischen kontrollierten Bedingungen nach Vorliegen einer schriftlichen Einverständniserklärung mit EMS-Training trainiert wurden. Dabei kam es in keinem einzigen Fall zu einer Störung der Funktion des Aggregates. In einer großen, Ethikkommissions-votierten Studie am Herzzentrum Cottbus wurden „all incomers“ mit einem Schrittmacheraggregat durch sämtliche, im EasyMotionSkin vorhandenen Stromprotokolle bzw. Impulsformen getestet. Es kam in keinem Fall zu einem reset vorab eingestellter Parameter, zu keiner Schockabgabe oder gravierenden Funktionsausfällen. Einzelne ältere monopolare Aggregate haben mit einem kurzzeitigen exit-Block reagiert, um unmittelbar nach Impulsende zur normalen Funktion wieder zurück gefunden. Da in der Praxis natürlich nicht die Schrittmacherfunktion durch das jeweilige Programmiergerät ausgelesen werden kann, empfehlen wir folgende Vorgehensweise: der Kunde/Patient erhält ein Finger-Pulsoxymeter. Die Ausschläge hier sind synchron zur Herzaktion. Wenn sich bei einsetzender Stimulation der Rhythmus/Form der Pulswelle nicht ändert, ist damit eine normale Funktion des Schrittmacheraggregates unter Stimulation bewiesen. Inzwischen arbeiten namhafte Hersteller an einer „Unbedenklichkeitserklärung“ ihrer Aggregate für EMS-Training. Diese werden zeitnahe von Medtronik® und Boston Scientific® erwartet. Tipp: EMS-Training für Aggregatträger ist nach heutigen Erkenntnissen unbedenklich. Haftungsrechtliche und justitiable Erklärungen der Hersteller sind gegenwärtig noch nicht verfügbar, aber zu erwarten. Wer also Bedenken hat, lässt noch die Finger davon.

 EMS Bei Diagnostizierten Beschwerden